Warum feinfühlige Menschen anders geführt werden müssen – und wie es gelingt

Warum feinfühlige Menschen anders geführt werden müssen – und wie es gelingt

Letzte Woche saß mir eine Klientin im Coaching gegenüber.
Erfolgreiche Projektleiterin in einem Architekturbüro. Hochkreativ, Kompetent und Verantwortungsbewusst, eine allseits beliebte Kollegin und völlig erschöpft.

„Nach drei Stunden Meeting im Team, oder nach einigen Stunden auf der Baustelle bin ich nur noch leer“, sagte sie.
„Alle anderen gehen energiegeladen aus dem Meeting raus – und ich brauche zwei Stunden Ruhe, um überhaupt wieder klar denken zu können.“

Dann fragte sie auch schon: „Wie kann das sein, was stimmt nicht mit mir. Ich bin doch erst 42.“

Ich kenne das nur zu gut. So ging es mir selber auch lange Zeit und nicht nur während meiner Selbstständigkeit als Innenarchitektin.

Kurze Antwort: es stimmt alles bei dir

Mit der Art, wie wir feinfühlige Menschen in Unternehmen, Teams und Projekten führen – da stimmt oft etwas nicht.

Ich erlebe es immer wieder: Menschen verarbeiten Energien und Situationen anders. Feinfühlige Menschen neigen dazu tiefer wahr zu nehmen, zwischen den Zeilen zu lesen, Stimmungen zu spüren, Details zu sehen, die andere übersehen. Menschen, die nicht „zu sensibel“ sind – sondern einfach anders sensibel.

Und genau diese Menschen werden in klassischen Führungsstrukturen oft falsch eingesetzt, falsch angesprochen, falsch gemessen.

Das Problem ist nicht ihre Feinfühligkeit.
Das Problem ist, dass wir sie führen, als wären sie es nicht.


Was feinfühlige Menschen wirklich brauchen (und was ihnen eher schadet)

Lass mich dir von einem typischen Szenario erzählen.

Ein Team-Meeting. Zehn Personen um einen Tisch. Die Führungskraft stellt eine Frage: „Was haltet ihr von der neuen Strategie? Ich brauche sofort Feedback.“

Drei Kollegen reden gleichzeitig los. Sie haben spontane Meinungen, werfen Ideen hin, diskutieren laut. Die Führungskraft nickt zufrieden. „Gut, danke. Ihr seid engagiert.“

Am Ende des Tisches sitzt Jana. Sie hat die Strategie gelesen. Dreimal. Sie hat nachts darüber nachgedacht. Sie hat zehn Aspekte gesehen – Chancen, Risiken, Widersprüche, blinde Flecken. Sie würde gerne etwas sagen.

Aber die anderen reden schon. Laut. Durcheinander. Und während sie noch überlegt, wie sie ihre komplexe Sichtweise in zwei Sätze packen kann, ist das Meeting vorbei.

„Jana, du warst heute so still. Ist alles okay?“

Nein, ist es nicht. Aber sie sagt: „Ja, alles gut.“


Was hier passiert ist:

Jana ist nicht „schüchtern“. Sie ist nicht „unengagiert“. Sie ist nicht „zu langsam“.

Sie verarbeitet anders.

Feinfühlige Menschen denken nicht linear. Sie denken in Netzen. Sie sehen Zusammenhänge, die anderen erst später auffallen. Sie spüren, wenn etwas nicht stimmig ist – auch wenn sie es noch nicht in Worte fassen können.

Und genau diese Tiefe – diese Gabe – wird in schnellen, lauten, druckgetriebenen Strukturen übersehen.


Die häufigsten Führungsfehler im Umgang mit feinfühligen Menschen

Ich habe in den letzten Jahren viele Gespräche und Coachings geführt – mit Selbstständigen, Führungskräften, Teammitgliedern. Und immer wieder tauchen die gleichen Muster auf. Hier sind einige der Fehler, die ich immer wieder beobachte:

1. „Nimm’s nicht so persönlich“

„Nimm’s nicht so persönlich“

Dieser Satz.
Er kommt gut gemeint. Aber er trifft wie ein Schlag.

Denn feinfühlige Menschen können es nicht „nicht persönlich nehmen“. Ihr Nervensystem ist anders gebaut. Kritik wirkt intensiver. Spannungen spüren sie früher und brauchen länger um sie wieder loszulassen.

Zu sagen „Nimm’s nicht so persönlich“ ist wie jemandem mit empfindlicher Haut zu sagen: „Fühl halt nicht, wenn es juckt.“

Was stattdessen hilft:
„Ich sehe, dass dich das beschäftigt. Lass uns in Ruhe darüber sprechen.“


2. Ständige Meetings, Open Space, keine Rückzugsorte

Viele moderne Büros sind für extrovertierte Menschen gebaut.
Offene Räume. Ständiger Austausch. „Wir sind ein Team!“

Für feinfühlige Menschen ist das oft die Hölle.
Nicht weil sie keine Menschen mögen.
Sondern weil jedes Gespräch, jedes Telefonat, jeder Lacher – alles wird wahrgenommen und mitverarbeitet. Jeder zusätzliche Reiz nimmt unnötig Energie in Anspruch und fordert die Menschen immer mehr heraus. Das ist wie ständiges „Multitasking für Männer“, Scherzhaft gemeint.

Was stattdessen hilft:
Rückzugsorte. Ruhezonen. Homeoffice-Optionen. Die Erlaubnis, Türen zu schließen. Struktur, die keine ständige Verfügbarkeit voraussetzt.


3. „Ich brauche das bis heute Abend – sofort!“

Feinfühlige Menschen leisten Großartiges.
Aber nicht unbedingt unter Zeitdruck.

Sie brauchen Zeit, um nachzudenken. Um Szenarien durchzuspielen. Um zu spüren, ob etwas stimmig ist. Wenn du sie drängst, blockieren sie. Nicht aus Unwillen – sondern weil ihr System so funktioniert.

Ich erinnere mich an einen Klienten, einen Designer. Sein Chef sagte immer: „Du denkst zu viel. Mach einfach!“

Aber wenn er „einfach machte“, war das Ergebnis mittelmäßig. Wenn er Zeit hatte, entstand Brillanz.

Was stattdessen hilft:
„Ich brauche deine Einschätzung bis Freitag. Nimm dir Zeit, es durchzudenken.“ Vorlaufzeit ist bei feinfühligen Menschen eine Investition in Qualität.


Wie gute Führung von feinfühligen Menschen aussieht

Jetzt kommt die gute Nachricht:
Wenn du feinfühlige Menschen richtig führst, entfalten sie ein Potenzial, das Gold wert ist.

Hier sind einige Prinzipien, die ich in meiner Arbeit immer wieder sehe – und die funktionieren:

1. Schaffe Raum für Tiefe

Feinfühlige Menschen denken nicht schnell. Sie denken tief.

Sie sind die, die drei Wochen nach einem Meeting sagen: „Ich hab nochmal über das Projekt nachgedacht. Mir ist da etwas aufgefallen.“
Und dann zeigen sie dir einen blinden Fleck, den bis dahin keiner gesehen hat.

In der Praxis: heißt das:
Gib ihnen Zeit. Schick ihnen im Vorfeld die Agenda. Frag nicht sofort: „ Und, was denkst du jetzt?“ Sondern: „Magst du bis übermorgen oder bis zum nächsten Meeting drüber nachdenken?“


2. Setze ihre Stärken gezielt ein

Feinfühlige Menschen sind brilliant in:

  • Qualitätssicherung (sie sehen Fehler, bevor sie passieren)
  • Strategieentwicklung (sie denken in Zusammenhängen)
  • Konfliktfrüherkennung (sie spüren Spannungen, bevor sie eskalieren)
  • Konzeption und Planung (sie durchdenken Szenarien)

Sie sind nicht brilliant in:

  • Kaltakquise
  • Hochdruck-Verhandlungen
  • Ständigem Multitasking
  • Spontanen Entscheidungen vor großem Publikum

In der Praxis:
Nutze diese ihre Talente und lass sie analysieren, konzipieren, hinterfragen. Aber zwing sie nicht in Rollen, die gegen ihre Natur arbeiten.


3. Feedback mit Feingefühl

Feinfühlige Menschen brauchen Feedback. Dringend sogar. Aber anders.

Nicht einfach nur: „Das war nicht gut.“
Sondern: „Ich hab gesehen, wie viel Mühe du dir gegeben hast. Hier habe ich markiert, was schon stark ist. Und hier könnten wir, bzw. du noch nacharbeiten.“

In der Praxis:
Sandwich-Feedback funktioniert nicht. Das wirkt manipulativ, gerade bei feinfühligen Menschen. Aber ehrliches, differenziertes Feedback – das gibt Sicherheit.


4. Energiemanagement statt Zeitmanagement

Feinfühlige Menschen arbeiten nicht in „Stunden“. Sie arbeiten in Energie-Zyklen.

Zwei Stunden konzentrierte, ruhige Arbeit können produktiver sein als acht Stunden in einem hektischen Büro.

In der Praxis:
Frag nicht: „Wie viele Stunden hast du gearbeitet?“
Frag: „Hattest du die Ruhe, die du brauchst, um gut zu arbeiten?“


5. Schütze sie vor Reizüberflutung

Manche Meetings sind notwendig. Manche nicht.

Feinfühlige Menschen profitieren davon, wenn du ehrlich fragst: „Brauchst du wirklich dabei sein? Oder reicht eine kurze Zusammenfassung?“

In der Praxis:
„Du kannst gerne rausgehen, wenn’s zu viel wird. Kein Problem.“

Das zu hören, nimmt schon Druck.


Der Business-Case: Warum sich das lohnt

Vielleicht denkst du jetzt: „Das klingt nach viel Aufwand.“

Ist es auch, zumindest ein bisschen.

Aber hier ist die Wahrheit: Feinfühlige Menschen sind ein Schatz für jedes Team und jede Firma. Und in den heutigen Zeiten wo gute Mitarbeiter oft händeringend gesucht werden, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, solche Mitarbeiter zu haben und zu motivieren.

Sie sind für Unternehmen und Teams :

  • Das Frühwarnsystem (sie spüren Probleme, bevor sie eskalieren)
  • Die Qualitätssicherer (sie sehen, was andere übersehen)
  • Die Ethik-Wächter (sie haben oft hohe moralische Standards)
  • Die Innovatoren (weil sie quer denken)
  • Die stillen Teamkleber (sie spüren, wer Unterstützung braucht)

Ich erinnere mich an eine Klientin in einem Start-up. Sie war die Einzige, die einen Fehler in der Produktstrategie erkannte. Alle anderen waren schon in der Umsetzung.

Man warf ihr vor, sie „denke zu viel“.

Zwei Monate später rettete ihre Analyse das Projekt. Ohne sie wäre das Unternehmen in eine sehr teure Sackgasse gelaufen.

Das ist der Wert feinfühliger Menschen: Sie sehen, was andere nicht sehen.

Aber nur, wenn du ihnen Raum gibst, es zu sehen.


Ein Wort zu feinfühligen Führungskräften

Vielleicht bist du selbst feinfühlig und führst ein Team.

Dann kennst du das: Du spürst alles. Die Unzufriedenheit deiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Anspannung im Raum. Die unausgesprochenen Konflikte.

Das kann erschöpfend sein. Weil du nicht nur deine Energie managen musst, sondern auch die Energie um dich herum spürst.

Ich arbeite als Projektorin – ein Typ im Human Design, der nicht „durchpowern“ kann.
Lange dachte ich, das sei mein Defizit. Aber ich bin nicht hier, um Motor zu sein.
Ich bin hier, um zu sehen. Systeme zu erkennen. Impulse zu geben.

Und genau das brauchen feinfühlige Menschen oft: Jemanden, der sie sieht.
Nicht jemanden, der sie pusht.

Mein Tipp: Du musst nicht führen wie die anderen.

Du führst durch Sehen. Durch Halten. Durch Verständnis und Ruhe.
Das ist genauso wertvoll um nicht zu sagen sogar wertvoller.

Aber du musst auf deine Grenzen achten. Deine Energie ist kostbar. Schütze sie.


Was du jetzt tun kannst

Wenn du diesen Artikel bis hierher gelesen hast, bist du wahrscheinlich selbst feinfühlig. Oder du führst jemanden, der es ist.

Hier sind drei konkrete Schritte:

Als Führungskraft:

  1. Reflektiere: Wer in deinem Team ist feinfühlig? (Tipp: Es sind oft die Stillen, die Nachdenklichen, die „zu Gründlichen“.)
  2. Frag nach: „Was brauchst du, um gut arbeiten zu können?“ (Die Antwort wird dich überraschen.)
  3. Schaffe Raum: Ein ruhiger Raum. Eine Tür, die man schließen darf. Vorlaufzeit für Entscheidungen. Das kostet fast nichts – und bewirkt viel.

Als feinfühliger Mensch:

  1. Erkenne deine Art an: Du bist nicht „zu sensibel“. Du bist anders sensibel. Das ist eine Gabe.
  2. Kommuniziere deine Bedürfnisse: „Ich arbeite besser, wenn ich vorher Zeit zum Nachdenken habe.“ Das ist keine Schwäche. Das ist Selbstkenntnis.
  3. Such dir Umgebungen, die dich sehen: Nicht jedes Team, nicht jede Firma ist für dich gemacht. Und das ist okay.

Mein persönliches Fazit

Ich glaube, dass wir heute in einer Welt leben, die laute und schnelle Menschen bevorzugt. Rasche Entscheidungen, sichtbare Leistung, Durchsetzungskraft und ein Multitasking aus allen Ebenen, ständig und überall online sein und sofort reagieren.

Aber die Welt braucht auch die stillen, die nachdenklichen, die feinfühligen und sensiblen Menschen. Ebenso wie die Welt Tag und Nacht braucht oder Sonne und Mond, Licht und Schatten.

Das sind die Menschen, die uns vor Fehlern bewahren, in der Qualitätssicherung helfen und letztlich auch Ruhe und Struktur in den Alltag bringen.

Wenn wir lernen, sie richtig zu führen – zu sehen – dann entfalten sie ein Potenzial, das unbezahlbar ist.

Nicht trotz ihrer Feinfühligkeit.
Wegen ihr.

warum mir das so wichtig ist: ich begleite in meiner Praxis immer wieder feinfühlige Menschen und Selbstständige auf ihrem Weg zu mehr Klarheit und zur passenden Arbeits- und Lebensweise und sehe oft das stille Leiden hinter deren Geschichte. Daher ist es mit ein Anliegen dort mehr Verständnis und gegenseitiges Wohlwollen zu fördern.


Hat dir dieser Artikel geholfen?
Dann teile ihn gerne mit Menschen, die ihn brauchen könnten.

Und wenn du selbst feinfühlig bist und spürst, dass die Art, wie du arbeitest, nicht zu den Erwartungen passt – ich bin für dich da.

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Rauhnächte und Sperrnächte 2025/2026

Rauhnächte und Sperrnächte 2025/2026

Rauhnächte und Sperrnächte, Jahresrückblick 2025.

Seit vielen Jahren halte ich meinen Jahresüberblick schriftlich und zeichnerisch fest – in Form eines Rauhnachtsbüchleins. In der magischen Zeit rund um Weihnachten ziehe ich für jeden Monat eine Tarotkarte (oder eine andere Inspirationskarte) und notiere dazu meine Gedanken und Träume.

Auch kreativ bearbeite ich diese Notizen, oft in Form von Zeichnungen.
Vom 8. Dezember an, dem sogenannten Annatag, nutze ich die Zeit der „Sperrnächte“, um das vergangene Jahr zu reflektieren.

Ich schaue mir meine Notizen und Zeichnungen aus den Rauhnächten an, vergleiche sie mit dem, was im Rückblick noch in mir aufkommt, und erstelle eine neue To-Do-Liste für das kommende Jahr.

Oder es gibt die Feststellung es ist wieder vieles von dem was ich noch an Träumen im Herzen trage liegen geblieben, dafür kann ich mir dann ja auch eine neue Bucket-Liste oder auf deutsch Löffelliste (vom englischen kick the bucket – den Löffel abgeben, sterben) machen, für die Dinge die ich unbedingt tun möchte im neuen Jahr, auf jeden Fall aber noch in diesem Leben.

Zu den Sperrnächten und Rauhnächten schenke ich dir gerne zwei kleine PDF-Büchlein, die du dir kostenfrei hier jeweils zu den Rauhnächten anfordern kannst. Ebenfalls kannst du dich auf der Seite zu einem kleinen kostenfreien Webinar anmelden zum Thema was sind die Sperr- und Rauhnächte und wie kann ich damit arbeiten.

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Herbstgedichte

Herbstgedichte

Dies ist ein Herbsttag …

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

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Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten reif zu sein
gib Ihnen noch zwei südlichere Tage
dräng sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben
und wird auf den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Wie Human Design mir meine eigene Sprache gab im Coaching

Wie Human Design mir meine eigene Sprache gab im Coaching

Einleitung – Das Gefühl, anders zu sein als andere Coaches

Schon als Kind hatte ich das Gefühl, irgendwie anders zu sein.
Während alle in meiner Familie ständig in Bewegung waren, immer etwas machten, planten, organisierten – brauchte ich Pausen.
Zeit zum Beobachten. Zum Spüren.
Ihre unerschöpfliche Energie hat mich oft überfordert. Sie war ständig präsent, fast übermächtig – und ich fühlte mich erschöpft, obwohl ich selbst kaum aktiv war.

Ich versuchte trotzdem mitzuhalten.
Ich dachte, ich müsste „mehr leisten“, „mehr wollen“, „mehr machen“.
Doch tief in mir wusste ich: Das bin ich nicht und das kann ich erst recht nicht auf Dauer.


Funktionieren, bis es nicht mehr ging

Trotzdem lebte ich viele Jahre gegen meine Natur – im ständigen Vergleich mit anderen.
Als Innenarchitektin konnte ich rund um die Uhr arbeiten, kreativ sein, Bauleitungen übernehmen, Projekte koordinieren. In jungen Jahren ging das auch erstaunlich lange gut.

Doch irgendwann zeigte mein Körper klare Grenzen: gesundheitliche Probleme, auch ernsthafte. Und was tut Frau als Selbstständige? Sie macht weiter – der Lebensunterhalt muss ja verdient werden.

Ich begann nebenberuflich die Ausbildung zur Heilpraktikerin – auch, um selbst etwas für meine Gesundheit tun zu können. Doch stattdessen folgten Jahre der Dauerbelastung: Innenarchitekturbüro, Heilpraktiker-Ausbildung, später doppelte Praxisführung. Nebenbei bauten wir ein Haus – ich sehnte mich nach einem sicheren Rückzugsort. Nur: Die Zeit für mich fehlte weiterhin.

Irgendwann kam der Cut. Ich arbeitete nur noch als Heilpraktikerin und begann, mich endlich mehr um mich selbst zu kümmern.

Der Wendepunkt – und das Human Design

Diese Zeit brachte bittere Erkenntnisse:
Meine Ehe zerbrach. Viele Freunde und Weggefährten verschwanden. Manche gingen ganz eigene Wege, andere wurden schwer krank. Ich fühlte mich oft allein – aber auch wachgerüttelt.

Was mir auf meinem Weg geholfen hat?
Viele kinesiologische Ausbildungen, intensive Aufstellungsarbeit – und schließlich das Human Design.

Was ist Human Design – und was sagt es über uns aus?

Human Design ist eine Einladung, sich selbst authentisch zu leben – nicht eine Methode, um sich zu verbessern, zu vergleichen oder anzupassen.
Es ist eine energetische Landkarte deiner selbst – eine Synthese aus jahrtausendealtem Wissen und moderner Wissenschaft, darunter I-Ging, Astrologie, Chakrenlehre, Kabbala, Quantenphysik und Genetik.

Es zeigt dir:

  • Wie du deine Energie auf natürliche Weise lebst
  • Welche Entscheidungsstrategie für dich korrekt ist
  • Welche Rolle du im Leben spielst (dein Profil)
  • Wo du anfällig bist, dich zu verbiegen – und wo deine innere Weisheit wohnt

Die 4 Haupttypen – und warum sie so unterschiedlich funktionieren

Im Human Design gibt es 4 Haupttypen:

Generatoren (ca. 37%)

Sie haben eine konstante Lebensenergie. Wenn sie etwas begeistert, können sie stundenlang daran arbeiten – mit Freude und Ausdauer. Sie sind hier, um durch ihre Energie Dinge aufzubauen, zu stabilisieren und lebendig zu machen.

Manifestierende Generatoren (ca. 33%)

Ähnlich wie Generatoren, aber schneller, vielfältiger, oft sprunghafter. Sie wollen Neues ausprobieren, gehen mehrere Wege gleichzeitig und funktionieren nicht linear. Multitalente.

Manifestoren (ca. 8%)

Die Initiatoren. Sie haben eine starke Antriebskraft und können Dinge starten, unabhängig vom Außen. Manifestoren sind geboren, um Impulse in die Welt zu setzen – ohne um Erlaubnis zu fragen.

Projektoren (ca. 21%)

Die Guides, Berater, Visionäre. Sie haben keine eigene konstante Energie, sondern nehmen tief wahr, wie Energie im Außen funktioniert. Sie sehen, was andere übersehen – wenn sie eingeladen und erkannt werden.

Reflektoren (ca. 1%)

Die Spiegel der Gesellschaft. Sie nehmen alles auf, filtern, verstärken. Ihre Entscheidungsprozesse brauchen Zeit – ihr Rhythmus ist ein Mondrhythmus.

Projektor sein – die Kraft des Sehens, nicht des Tuns

Als ich entdeckte, dass ich Projektorin bin, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Ich bin nicht gemacht zum „Durchpowern“. Ich habe keine definierte sakrale Energie, wie Generatoren oder MGs. Und das ist kein Defizit – sondern eine andere Art, durchs Leben zu gehen.

Ich bin hier, um zu sehen, nicht zu tun.
Ich bin hier, um Energie zu lesen, Muster zu erkennen, Impulse zu geben, nicht um ständig „zu machen“.

Doch in einer Familie voller Generatoren (Vater) und MGs (Mutter, Oma ) war ich damit falsch. Dachte ich.
Ich habe mich angetrieben, überfordert, erschöpft, um mithalten zu können– jahrelang.
Dabei war mein System nie dafür gebaut. Mein Akku war oft schon mittags leer, obwohl ich trotzdem bis zum Abend weitergemacht habe, ohne Pause versteht sich.
Ich hatte einfach eine andere Aufgabe. Ich wusste es nur nicht.

Die Herausforderung des Projektor-Seins

Projektoren sind darauf angelegt, auf Einladung zu warten.
Und das ist oft schwer – vor allem, wenn alle anderen scheinbar mühelos loslegen und handeln.

Geduldig zu bleiben, zu beobachten, zu warten, bis die eigene Energie gesehen und eingeladen wird – das ist herausfordernd. Und manchmal ebenso zermürbend wie das Übergehen der eigenen Grenzen.


Das die Aufgabe auf Einladung warten nicht leicht ist, kommt auch noch dazu. Zu sehen wie alle um mich herum immer lospreschen und aktiv werden und selber geduldig abzuwarten ist genauso schwer, wie über die eigenen Energiegrenzen zu gehen, wenn nicht schwerer.

Das geht mir bis heute so. Obwohl ich ja als Sternzeichen Stier eigentlich eh eher gemütlich veranlagt bin, aber auf Einladung warten (und wehe es kommt so schnell keine) ist grausam. Ein Gefühl wie nicht geliebt oder gesehen zu werden.

Profil 3/5 – die Erfahrende und die Lösungsbringende

Im Human Design wird auch das sogenannte Profil betrachtet.
Meins ist 3/5 – und es beschreibt meine ganz persönliche Lern- und Wirkweise:

  • Linie 3 ist die Erfahrende. Sie lernt durchs Ausprobieren, durch Fehler, durch Trial-and-Error. Sie fällt – steht wieder auf – und erkennt, was wirklich funktioniert.
  • Linie 5 ist die Lösungsbringerin. Sie wird gesehen als „Retterfigur“ – jemand, der anderen helfen kann, wenn sie in ihrer eigenen Klarheit und Integrität steht.
human desingn chart, projektor, Profil 3/5, emotional definiert

mein Profil,

Typus:Projektor
Profil:3 / 5
Strategie:Auf die Einladung warten
Autorität:Emotional – Solar Plexus
Nichtselbst Thema:Bitterkeit
Inkarnationskreuz:Das rechte Kreuz der Erklärung (23/43 | 49/4)

Das ist nicht immer einfach.

Beides bringt große Stärke mit sich – aber auch Herausforderungen.
Ich darf lernen, mich nicht zu verurteilen, wenn Dinge schiefgehen. Sondern zu erkennen: Das war mein Weg. Ich musste es selbst erleben, um es wirklich zu verstehen.

Und wenn ich dieses Verstehen und die Erkenntnis daraus dann teile – kann es anderen dienen.

Was sich verändert hat

Human Design hat mich nicht in eine Schublade gesteckt – im Gegenteil.
Es hat mir erlaubt, endlich ich selbst zu sein, bzw. es immer besser zu lernen.
Meine Bedürfnisse zu verstehen. Meine Grenzen zu achten.
Mich selbst nicht mehr durch die Brille der Anderen zu bewerten.

Ich habe aufgehört, mich ständig zu rechtfertigen.
Ich war und bin nicht faul, wenn ich Pausen brauche. Ich war und bin Projektorin. ich darf meiner Energie entsprechend leben.

Du willst auch für dich mehr wissen?

Einladung: Dein Human Design verstehen

Wenn du beim Lesen spürst:
„Ja, das bin auch ich“ –
dann möchte ich dich einladen, dich selbst durch die Linse von Human Design zu betrachten.

Du musst nicht wie alle anderen funktionieren.
Du darfst deinen eigenen energetischen Bauplan verstehen – und lernen, mit dir zu leben, statt gegen dich.

Ich biete dir dazu eine 1:1 Session an.

Bei Interesse schreib mich gerne an: hier

Du kannst dir hier auch ein kostenfreies Chart erstellen lassen hier für einen ersten Überblick.

Fazit

Ich glaube zutiefst:
Wenn wir erkennen, wer wir wirklich sind, beginnt eine andere Form von Selbstannahme und Selbstliebe.

Ich bin diesen Weg gegangen – und gehe ihn noch.
Wenn du magst, begleite ich dich auf deinem.

Herzlichst Martina

Fotos, Martina Coldewey



Kreatives, ästhetisches Coaching für dein Business: Warum ist es der Schlüssel zu mehr Klarheit und Erfolg?

Kreatives, ästhetisches Coaching für dein Business: Warum ist es der Schlüssel zu mehr Klarheit und Erfolg?

Bist du Gründerin, Unternehmerin oder Soloselbstständige und fühlst dich von den vielen Prozessen, Aufgaben, Zielen und Strukturen in deinem Business überwältigt? Du bist nicht allein. Viele Unternehmerinnen stehen vor der Herausforderung, ihre Visionen zu konkretisieren, ihre Teams zu führen und ihre Ziele zu erreichen – ohne den Überblick zu verlieren.

Kreatives, ästhetisches Coaching kann die Lösung sein.

Kreatives, ästhetisches Coaching ist ein innovativer Ansatz, der es dir ermöglicht, deine Unternehmensprozesse visuell zu gestalten und zu strukturieren. Durch kreative Methoden wie Zeichnen, Visualisieren und Mindmapping wird das Coaching zu einem Erlebnis, das dir hilft, komplexe Themen klar und verständlich zu machen.

Warum kreatives Coaching für dein Business?

Gründerinnen und Unternehmerinnen, die mit kreativen Methoden arbeiten, finden oft schneller Lösungen und erkennen Zusammenhänge, die sonst möglicherweise übersehen worden wären. Aber warum ist das so? Kreativität ermöglicht es, innovative Lösungen zu entwickeln, die deinen Business-Alltag vereinfachen und dir helfen, neue Perspektiven zu entdecken.

Außerdem helfen Bilder sich plastischer im Gehirn zu verankern, stärken damit auch die Motivation und das notwendige Durchhaltevermögen.

Typische Herausforderungen und wie kreatives Coaching hilft:

  • Prozesse und Strukturen: Viele Unternehmerinnen kämpfen mit unklaren Prozessen. Kreatives Coaching hilft, deine Abläufe visuell darzustellen und zu strukturieren, damit du nicht im Detail stecken bleibst, sondern den Überblick behältst.
  • Zielklärung: Du hast eine Vision, aber keine konkrete Richtung? Ich helfe dir, diese Vision mit klaren Bildern und Strategien greifbar zu machen. Oft zeigt sich dann im Prozess, das einige weitere bisher nicht beachtete Motive ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Teambuilding: In Start-ups und kleinen Unternehmen können Missverständnisse und unklare Ziele zu Problemen führen. Kreatives Coaching sorgt dafür, dass alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten.

Wie kann so ein Coaching an einem konkreten Beispiel aussehen

Wie kreatives Coaching in der Praxis aussieht – Ein Beispiel aus dem Gründerinnen-Alltag

Coaching klingt oft abstrakt – doch wie läuft so ein Prozess eigentlich konkret ab? Um das greifbar zu machen, nehme ich dich mit in ein Beispiel aus meiner Arbeit mit Maria (Name geändert), einer Gründerin im Bereich nachhaltige Mode. Maria hatte eine starke Vision, aber wie viele Selbstständige stand sie vor der Herausforderung, diese in klare Schritte zu übersetzen – bei gleichzeitigem Alltagsstress, Unsicherheit und tausend offenen Fragen.

Im Coachingprozess begleiteten uns kreative Methoden wie das Vision Board, Neurographik, Visualisierungen, und klassische Coachingtools – immer angepasst an das, was Maria gerade brauchte. Um dir zu zeigen, wie kreatives Coaching in der Praxis funktioniert, möchte ich dir ein Beispiel aus meiner Arbeit mit einer Gründerin namens Maria (der Name wurde aus Datenschutzgründen geändert) geben.

Das Coaching:

  • Zielklärung und Vision visualisieren ( als Kick-off Coaching)
    Zu Beginn des Coaching-Prozesses haben wir uns zusammengesetzt, um ihre Vision und ihre Unternehmensziele zu klären. Dabei haben wir einen „Check-Up und ein Vision Board“ als kreatives Werkzeug genutzt. Maria hat ihre langfristigen Ziele visuell dargestellt – von der Expansion ihres Produkts bis hin zur Etablierung ihrer Marke im Markt für nachhaltige Mode. Ergebnis:
    Nach dieser Session war Maria klar, welche Werte und Ziele sie erstmal selber für sich hat und welche Botschaften ihre Marke vermitteln sollte und welche Ziele sie innerhalb des nächsten Jahres erreichen möchte. Das Vision Board half ihr, ihre Vision zu visualisieren und konkret zu benennen.
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Maria wünschte sich nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch kreative Freiheit, Sinnhaftigkeit und persönliche Sicherheit.

Die finanzielle Stabilität war für sie ein zentraler Wert – was sie dazu bewegte, auch Produkte anderer nachhaltiger Designerinnen ins Sortiment aufzunehmen, um sich breiter aufzustellen.

  • Prozessanalyse und Strukturierung (Prozess-Coaching)
    In der nächsten Session haben wir uns ihre internen Abläufe genauer angesehen. Maria war unsicher, wie sie ihre Produktion effizienter gestalten konnte und wie sie ihre Zeit zwischen Design, Produktion und Marketing richtig aufteilen sollte. Wir haben gemeinsam ihre Arbeitsabläufe auf einem großen Flipchart skizziert und mit Mindmaps visualisiert. Wir haben die verschiedenen Prozesse (Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb) in einzelne, klar definierte Schritte unterteilt. Ergebnis: Maria erkannte, wo unnötige Zeit verloren ging – z. B. durch unklare Kommunikation mit Lieferanten. Sie erstellte einen realistischen Wochenplan, der Raum für Kreativität ließ, aber auch für notwendige Routinen. Das Gefühl der Überforderung wich einem Gefühl von Struktur und Kontrolle.:
    Maria hat erkannt, wo sie Prozesse optimieren konnte – etwa bei der Kommunikation mit ihren Lieferanten und in der Produktentwicklung. Zudem konnte sie ihren Wochenplan effektiver strukturieren, um fokussierter an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten.
  • Teambuilding und Werte klären (Team- und Werte-Coaching)
    Maria hatte inzwischen zwei Mitarbeiterinnen – doch im Team kam es öfter zu Missverständnissen. Es zeigte sich, dass nicht alle dasselbe unter der Unternehmensvision verstanden. Wir gestalteten eine Teamsitzung, bei der alle ihre Perspektiven einbringen konnten. Gemeinsam entwickelten wir ein „Wertebild“, das zentrale Werte und Arbeitsweisen visuell darstellte. Ergebnis: Maria erkannte, dass sie bisher vor allem auf Loyalität fokussiert war, während im Team Werte wie Offenheit, Authentizität und gewaltfreie Kommunikation im Vordergrund standen. Diese Erkenntnis führte zu einem ehrlicheren Miteinander und einem klareren Selbstverständnis im Team. Die Visualisierungen halfen, diese Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und das Team zu motivieren.
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Maria war bisher der Ansicht Loyalität wäre das wichtigste, was sie von ihren Mitarbeiterinnen erwarten müsste. In der Sitzung stellte sie aber fest, das im Team die Wertvorstellungen eher auf einem liebevollen Umgang miteinander, auf gewaltfreier Kommunikation, Natürlichkeit und Ehrlichkeit lagen, was ihrem gewünschten Ziel ja genau entsprach, sich nur in anderer Begrifflichkeit zeigte.

  • Marketing-Strategie entwickeln (Kreativ-Workshop)
    Zum Schluss haben wir in einem intensiven Kreativ-Workshop eine Marketingstrategie entwickelt. Wir haben Moodboards für die verschiedenen Zielgruppen erstellt und die Markenbotschaft in verschiedenen visuellen Konzepten getestet. Maria hatte Schwierigkeiten, ihre Marke klar zu positionieren – also haben wir ihre Zielgruppen durch kreative Brainstorming-Techniken und Skizzen näher betrachtet. Ergebnis: Maria verstand, welche Kundinnen sie erreichen möchte, wie sie deren Sprache spricht – und wo sie sie findet. Sie positionierte sich klarer im Markt und leitete die Markenregistrierung ein

Vision Board im Coaching

Ein Vision Board ist eine Sammlung von Bildern, Wörtern und Symbolen, die die Träume, Ziele und Wünsche einer Person darstellen. Es hilft dabei, die eigene Vision zu visualisieren, konkrete Ziele zu setzen und diese durch kreative Prozesse greifbar zu machen.

Anwendung im Beispiel-Coaching mit Maria:

Im ersten Teil unseres Coachings mit Maria, der Gründerin des nachhaltigen Mode-Start-ups, haben wir mit einem Vision Board gearbeitet, um ihre langfristige Vision zu konkretisieren.

  • Zielsetzung und Inspiration:
    Zunächst haben wir uns zusammengesetzt, um herauszufinden, was Maria wirklich erreichen möchte. Sie hatte viele Ziele, aber sie waren noch nicht klar strukturiert. Um eine präzise Vision zu entwickeln, haben wir ein Vision Board erstellt. Dabei haben wir aus Zeitschriften, Fotos und Symbolen Bilder ausgewählt, die Marias Vision von einem nachhaltigen Modeunternehmen widerspiegeln.
  • Visuelle Klarheit durch das Vision Board:
    Die Bilder und Wörter, die Maria auswählte – zum Beispiel Bilder von umweltfreundlichen Materialien, glücklichen Kundinnen, internationalen Modemessen und umweltbewussten Marken – halfen ihr dabei, ihre Ziele in konkrete, greifbare Visionen zu übersetzen. Dieses visuelle Collage half ihr, eine emotionale Verbindung zu ihren Unternehmenszielen herzustellen und ihre langfristige Ausrichtung zu erkennen.
  • Fokussierung auf die nächsten Schritte:
    Das Vision Board ermöglichte es Maria, die großen Visionen in kleinere, erreichbare Ziele herunterzubrechen. Sie erkannte, dass sie sich zuerst auf die Markenidentität und das Design konzentrieren musste, bevor sie international expandieren konnte. Diese Klarheit half ihr, ihre Energie auf das Wesentliche zu lenken und ihre nächsten Schritte mit Selbstvertrauen zu planen.

Ergebnis der Vision-Board-Session:
Maria hatte eine klare, visuelle Darstellung ihrer Ziele vor sich, die sie immer wieder als Referenz benutzen konnte, um sich nicht von anderen Ablenkungen oder Zweifeln ablenken zu lassen. Das Vision Board wurde zu einer täglichen Erinnerung an ihre langfristige Vision und half ihr, fokussiert und motiviert zu bleiben.

Neurographik im Coaching

Neurographik ist eine innovative Methode, bei der Klientinnen ihre Gedanken, Emotionen und Blockaden durch Zeichnungen ausdrücken. Es handelt sich um eine kreative Technik, bei der Linien und Formen in einem zeichnerischen Prozess so miteinander verbunden werden, dass die Klientin neue Perspektiven und Lösungsansätze für ihre Herausforderungen findet. Es hat eine beruhigende und gleichzeitig klärende Wirkung.

Anwendung der Neurographik im Beispiel-Coaching mit Maria:

Nachdem Maria ihre Vision mit dem Vision Board geklärt hatte, haben wir in der nächsten Coaching-Session Neurographik eingesetzt, um tiefer in die inneren Blockaden und Herausforderungen einzutauchen, die sie auf dem Weg zur Umsetzung ihrer Ziele möglicherweise bremsten.

  • Innere Blockaden aufdecken:
    Maria war voller Ideen, aber sie fühlte sich oft von der Vielzahl der Aufgaben und der Unsicherheit in Bezug auf ihre nächsten Schritte überfordert. Wir haben gemeinsam eine Neurographik-Übung gemacht, bei der Maria zunächst ihre aktuellen Blockaden und Ängste (z. B. „ Angst, dass mein Produkt nicht genügend gekauft wird“, „meine Zielgruppe“, „Kaufkraft meiner Zielgruppe“, etc.) in einfachen Formen und Linien darstellte.
  • Veränderung durch Zeichnung:
    Im nächsten Schritt begann Maria, diese blockierenden Gedanken und Ängste durch die Zeichnung zu transformieren. Indem sie die Linien abrundete, sie verbundener und harmonischer zeichnete, begann sie symbolisch, ihre Blockaden aufzulösen. Die Neurographik half ihr, den Raum zu schaffen, in dem ihre Gedanken und Ideen fließen konnten, ohne dass sie sich selbst im Weg stand.
  • Lösungen und Perspektivwechsel:
    Nachdem Maria die Zeichnung mit den transformierenden Linien abgeschlossen hatte, begann sie mir Farbe die größeren Zusammenhänge für ihre Herausforderungen zu erkennen. Durch die visuelle Darstellung konnte sie ihre Ängste und Selbstzweifel überwinden und sich mehr auf ihre eigenen Stärken und Potenziale konzentrieren. Sie fühlte sich dadurch viel klarer und fokussierter, als sie die Zeichnung betrachtete.
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Maria erkannte wie wichtig ihr der eigene innere Raum und die eigene Ruhe ist um kreativ arbeiten und gestalten zu können und den Überblick für alle Vorgänge im Unternehmen zu behalten.

Ergebnis der Neurographik-Session:
Maria war nicht nur emotional befreit, sondern konnte ihre nächsten Schritte mit mehr Vertrauen und Zuversicht angehen. Die Zeichnung gab ihr ein starkes Gefühl von innerer Ruhe und Klarheit, das sie motivierte, an ihrem Projekt weiterzuarbeiten. Sie fand neue Perspektiven und Lösungen für die Fragen, die sie zuvor als blockierend empfunden hatte.

Zusammenführung von Vision Board und Neurographik:

In Marias Fall führten Vision Board und Neurographik zusammen zu einer kraftvollen Verbindung von klaren, äußeren Zielen und innerer Klarheit. Die Bilder auf dem Vision Board stellten ihre langfristigen Ziele und Visionen dar, während die Neurographik es ihr ermöglichte, emotionale Blockaden zu lösen und ihr Selbstvertrauen zu stärken, um diese Ziele zu erreichen.

Ergebnisse nach dem Coaching:

  • Klare Vision und Zielsetzung: Maria wusste nun genau, wohin sie mit ihrem Start-up wollte und hatte die Ziele konkret benannt.
  • Effizientere Arbeitsabläufe: Durch die Visualisierung ihrer Prozesse konnte Maria ihre Zeit besser einteilen und ihre Ressourcen gezielt einsetzen.
  • Motiviertes Team: Durch die klare Definition der Unternehmenswerte und eine strukturierte Kommunikation im Team konnte Maria das Vertrauen und die Zusammenarbeit in ihrem Team stärken.
  • Schärfere Marketingstrategie: Maria hatte nun eine klare Markenbotschaft und eine durchdachte Strategie, um ihre Zielgruppen effektiv anzusprechen.

Warum diese Methoden besonders wertvoll für Unternehmerinnen sind:

  1. Klarheit und Fokus:
    Vision Boards helfen, eine klare Richtung für das Business zu entwickeln, während Neurographik das Unterbewusstsein anspricht und tiefere Blockaden aufdeckt, die das Wachstum behindern könnten.
  2. Emotionales Engagement:
    Beide Methoden fördern das emotionale Engagement. Sie machen nicht nur abstrakte Ideen greifbar, sondern verbinden auch die Kopf- mit der Herzebene, was die Motivation und die langfristige Zielverwirklichung stärkt.
  3. Veränderung durch Kreativität:
    Das kreative Arbeiten – sei es durch das Erstellen eines Vision Boards oder das Zeichnen von Neurographiken – löst bei vielen Menschen eine innere Veränderung aus, die direkt in den beruflichen Alltag einfließt. Die Visionen und Lösungen sind nicht nur theoretisch, sondern fühlen sich real und umsetzbar an.

Was dieses Coaching für dich bedeutet:

Wie du siehst, kann kreatives Coaching dein Business auf viele verschiedene Arten voranbringen. Du wirst nicht nur Klarheit über deine Ziele und Visionen gewinnen, sondern auch deine Prozesse optimieren und dein Team auf Erfolgskurs bringen – alles mit einfachen, kreativen Methoden, die dir helfen, den Überblick zu behalten und Lösungen schnell zu finden.

Wenn du ähnliche Herausforderungen in deinem Business hast und wissen möchtest, wie kreatives Coaching auch dir helfen kann, melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch an! Gemeinsam finden wir heraus, wie du mit kreativen Methoden Klarheit und Struktur in dein Business bringst.


Mein Coaching-Angebot:

Egal, ob du gerade erst mit deinem Business startest oder bereits ein etabliertes Unternehmen führst, mein Coaching-Angebot ist genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt.

  • Kick-off Coaching (1 Stunde): Klarheit für dein Business schaffen – für Gründerinnen und Solo-Selbstständige.
  • Prozess-Coaching (3 Stunden): Strukturierung deiner internen Abläufe und Ziele.
  • Kreativ-Workshop (5 Stunden): Ideenentwicklung und Lösungsfindung für wachsende Unternehmen.
  • Team- und Werte-Coaching (4 Stunden): Klare Werte und Teamstrukturen für dein Unternehmen.
  • Nachfolge-Coaching (4 Stunden): Lösungen für die Unternehmensnachfolge.

Kostenfreies Erstgespräch:

Bist du neugierig geworden, wie kreatives Coaching dein Business voranbringen kann? Dann buche jetzt dein kostenfreies 30-minütiges Erstgespräch. Gemeinsam finden wir heraus, welches Coaching-Paket am besten zu deinen Zielen passt. [Jetzt Termin buchen]

Fotos, Martina Coldewey