Mariendistel, die stachelige und wehrhafte Schönheit im Garten oder am Feldesrand. Stachelig und wehrhaft, nährend für die Bienen und Hummeln und schützend und regenerierend für die Leber.
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Botanisches Porträt
Die Mariendistel ist eine eindrucksvolle, ein- bis zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1,5 Metern erreichen kann. Charakteristisch sind ihre kräftigen, glänzend grünen Blätter mit auffälligen weißen Adern – daher auch der Name „Marianum“, denn der Legende nach sollen Milchtröpfchen der Jungfrau Maria diese Muster hinterlassen haben. Die Blätter sind ledrig, dornig gezähnt und bilden eine dekorative Rosette. Ab Juni zeigen sich ihre leuchtend purpurfarbenen Blütenköpfe, die an typische Disteln erinnern und zahlreiche Insekten anziehen. Nach der Blüte bildet die Pflanze schwarz-braune Früchte mit silbrigem Pappus – in ihnen steckt das wertvolle Silymarin.
Herkunft und Standort
Die Mariendistel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist heute jedoch in ganz Europa, Nordafrika, Westasien und sogar in Teilen Amerikas verbreitet. Sie wächst bevorzugt auf trockenen, sonnigen Standorten, etwa an Wegrändern, Böschungen, Ödflächen und steinigen Hängen. Als Pionierpflanze liebt sie nährstoffreiche, durchlässige Böden und zeigt sich besonders robust gegenüber Trockenheit und Hitze. In heimischen Gärten gedeiht sie gut an warmen, sonnigen Plätzen mit lockerer Erde.
Inhaltsstoffe und Wirkstoffe
Das Geheimnis der Mariendistel liegt in ihren Früchten:
Silymarin-Komplex: Ein hochwirksamer Wirkstoffmix aus Silybin, Silychristin und Silydianin. Diese Stoffe wirken stark antioxidativ, entzündungshemmend und leberschützend.
Bitterstoffe: Unterstützen die Verdauung und regen die Gallenproduktion an.
Flavonoide & Lignane: Schützen die Zellen vor oxidativem Stress und fördern die Regeneration.
Eiweiße, fettes Öl und Schleimstoffe: Unterstützen die Resorption der Wirkstoffe und wirken beruhigend auf die Schleimhäute.
Heilwirkung und Traditionelle Anwendungen
Die Mariendistel gilt seit Jahrhunderten als eine der besten Heilpflanzen zur Stärkung und Entgiftung der Leber. Ihre Wirkung ist sogar wissenschaftlich gut dokumentiert. Sie wird traditionell eingesetzt bei:
Lebererkrankungen: Fettleber, Hepatitis, Leberzirrhose, Leberschäden durch Alkohol oder Medikamente.
Gallenbeschwerden: Durch die Förderung des Galleflusses lindert sie Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsstörungen.
Entgiftung und Regeneration: Unterstützt die Leber bei der Ausleitung von Umweltgiften, Alkohol und Stoffwechselrückständen.
Hautprobleme: Indirekt hilft sie bei Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Akne, da eine gesunde Leber auch das Hautbild verbessert.
Anders als viele Heilpflanzen wirkt Mariendistel nicht über Teeaufgüsse – die Wirkstoffe sind schwer wasserlöslich. Daher empfiehlt sich die Einnahme über Kapseln, Tinkturen oder spezielle Extrakte.
Ernte und Verarbeitung
Die Mariendistel wird geerntet, wenn die Früchte vollständig ausgereift sind – meist im Spätsommer. Die Samen werden aus den trockenen Blütenständen gelöst und luftgetrocknet. Für die medizinische Anwendung sollten sie nicht zu grob gemahlen werden, da das Silymarin schnell oxidiert. In der Pflanzenheilkunde werden die Samen frisch gemahlen oder als standardisierter Extrakt (in Kapseln oder Tropfen) verwendet. Auch als Pressling, Öl oder Bestandteil in Lebertees kommt die Mariendistel zum Einsatz.
Verwechslungsgefahr
Die Mariendistel ist durch ihre markanten Blätter und die kräftige Wuchsform recht eindeutig zu erkennen. Eine Verwechslung mit der Acker-Kratzdistel oder anderen Distelarten ist zwar möglich, aber medizinisch unproblematisch, da sie meist ungiftig sind – jedoch deutlich weniger wirksam.
Anwendung & Rezepte
Leberkur mit Mariendistel-Extrakt Täglich 200–400 mg standardisierter Silymarin-Extrakt über mindestens 4–6 Wochen einnehmen, ideal in Kombination mit Artischocke oder Löwenzahn.
Frisch gemahlene Mariendistelsamen 1 TL gemahlene Samen über Müsli oder Joghurt streuen. Täglich frisch mahlen – nicht lagern!
Mariendistelöl Als Nahrungsergänzung oder zur Hautpflege bei trockener oder schuppiger Haut. Kaltgepresst verwenden.
Verdauungsfördernder Lebertee (unterstützend) Mariendistel (Samen), Löwenzahnwurzel, Schafgarbe, Pfefferminze (jeweils 1 TL). Mit 250 ml heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen, 1–2 Tassen täglich.
die Pflanze im Garten
Als Zier- und Heilpflanze ist die Mariendistel eine beeindruckende Erscheinung. Sie gedeiht am besten an sonnigen, geschützten Plätzen mit kalkhaltigem, nährstoffreichem Boden. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr oder Herbst direkt ins Beet. Sie ist pflegeleicht, trockenheitsresistent und zieht mit ihren Blüten viele Bestäuber an – besonders Bienen und Schmetterlinge. Mit ihrer kräftigen Wuchsform und ihrer imposanten Erscheinung eignet sie sich auch als Solitärpflanze im Kräuterbeet oder Bauerngarten.
Fazit
Die Mariendistel ist eine mächtige Verbündete für Leber und Gesundheit. Ihre kraftvollen Inhaltsstoffe unterstützen Entgiftung, Regeneration und Stoffwechsel – und das auf ganz natürliche Weise. Sie verbindet jahrhundertealtes Heilwissen mit moderner Phytotherapie. Ob als Kur oder dauerhafte Begleiterin: Wer seiner Leber Gutes tun will, findet in der Mariendistel eine zuverlässige Helferin – kraftvoll, schön und voller Schutz.
Fotos, Martina Coldewey
Text: Martina Coldewey, mit teilweiser Unterstützung durch KI – ChatGPT (OpenAI), damit ich immer die gleiche Struktur im Inhalt habe
Frauenmantel, eine meiner Lieblingspflanzen im Garten. Nicht nur als Begleitpflanze zu Rosengewächsen, sondern auch wegen ihrer geheimnisvollen Tautropfen. Mehr über die Heilwirkungen von Frauenmantel und seine Anwendung in der Naturheilkunde erfährst du in diesem Heilpflanzenporträt.
Botanisches Porträt
Der Frauenmantel ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Höhe von etwa 20 bis 50 Zentimetern erreicht.
Was diese Pflanze so besonders macht, sind ihre charakteristischen, stark gelappten Blätter, die von einer weichen, samtigen Behaarung überzogen sind.
Diese Blätter sind wahre „Tropfenfänger“: Sie sammeln in ihren kleinen Poren an den Blatträndern Tautropfen, die in der Sonne glitzern und einen fast magischen Eindruck hinterlassen – ein Phänomen, das nicht nur Pflanzenliebhaber, sondern auch Alchemisten und Kräuterexperten seit Jahrhunderten fasziniert.
Die unscheinbaren, gelblich-grünen Blüten erscheinen zwischen Mai und September in lockeren Rispen und sind nicht nur für die Bienen ein willkommenes Nahrungsangebot. Wer einmal ein Frauenmantelblatt berührt hat, diese sanfte weiche Oberfläche und doch ist dieses Blatt gleichzeitig so zäh und reißfest. Einfach wunderschön, auch die Blattform, fast wie ein Mantelumhang.
Herkunft und Standort
Frauenmantel ist eine der ältesten Heilpflanzen Europas und Asiens. Schon seit Jahrhunderten wird er sowohl in der Naturheilkunde als auch in der traditionellen Medizin geschätzt. Die Pflanze wächst bevorzugt an feuchten, nährstoffreichen Orten wie Wiesen, Waldrändern und an Bachläufen. Sie ist in Höhenlagen bis zu 2.000 Metern zu finden und fühlt sich besonders in schattigen bis halbschattigen Gebieten wohl. Frauenmantel hat die Fähigkeit, sich an verschiedene klimatische Bedingungen anzupassen, jedoch gedeiht er am besten in kühlen, feuchten Umgebungen.
Inhaltsstoffe und Wirkstoffe
Frauenmantel ist nicht nur ein hübsches Gewächs, sondern ein wahres Kraftpaket an bioaktiven Inhaltsstoffen. Zu den wichtigsten gehören:
Gerbstoffe: Diese verleihen der Pflanze ihre adstringierenden, also zusammenziehenden, Eigenschaften und helfen bei der Heilung von Wunden und Entzündungen.
Flavonoide: Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen. Zudem fördern sie die Durchblutung und wirken entzündungshemmend.
Bitterstoffe und ätherische Öle: Diese wirken nicht nur beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, sondern fördern auch die Verdauung und helfen bei der Behandlung von leichten Magenbeschwerden.
Ellagitannine: Besonders hervorzuheben sind die Ellagitannine, die eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben. Sie unterstützen die Heilung von inneren und äußeren Beschwerden.
Saponine und Harze: Diese Substanzen wirken reinigend und unterstützend bei der Entgiftung des Körpers.
Heilwirkung und Traditionelle Anwendungen
Frauenmantel hat sich seit Jahrhunderten als „Frauenkraut“ einen Namen gemacht, da er vor allem bei hormonellen Beschwerden sehr hilfreich ist. Besonders Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden, PMS oder Wechseljahresproblemen leiden, können von der Pflanze profitieren. Frauenmantel hilft nicht nur, die Gebärmutter zu stärken, sondern wirkt auch beruhigend bei Krämpfen und Spannungsgefühlen.
Doch nicht nur in der Frauenheilkunde hat der Frauenmantel eine lange Tradition. Die adstringierende Wirkung des Krautes hilft auch bei Durchfall und anderen Magen-Darm-Beschwerden, wie z.B. Blähungen und leichten Bauchkrämpfen. Darüber hinaus hat die Pflanze auch bei Hautirritationen, Wunden und Ekzemen ihren Platz in der Naturheilkunde. Äußerlich angewendet, lindert er Entzündungen im Mund- und Rachenraum und fördert die Heilung von Hautverletzungen.
Die ideale Zeit für die Ernte von Frauenmantel ist während der Blütezeit, in den Monaten Juni bis September. Am besten wird das Kraut bei trockenem Wetter geerntet, da dies den Trocknungsprozess erleichtert. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, sollte das geschnittene Kraut in einem schattigen, gut belüfteten Bereich getrocknet werden. Nach der Trocknung lässt sich Frauenmantel in Form von Tees, Tinkturen, Salben und Ölen verwenden. Die frischen Blätter können ebenfalls für Hausmittel genutzt werden, etwa in Form von Umschlägen oder als Badezusatz.
Verwechslungsgefahr
Frauenmantel gehört zur Gattung Alchemilla, die viele Arten umfasst. Zwar sind alle Arten der Gattung ungiftig, dennoch kann es sinnvoll sein, die Pflanze genau zu bestimmen, um die richtige Sorte zu verwenden und die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Anwendung & Rezepte
Frauenmantel lässt sich auf unterschiedliche Weise in der Naturheilkunde nutzen. Hier einige bewährte Anwendungen:
Tee gegen Menstruationsbeschwerden 1-2 Teelöffel getrocknetes Frauenmantelkraut in 200 ml heißem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen täglich helfen bei der Linderung von Menstruationskrämpfen und Spannungsgefühlen.
Sitzbad bei Scheidenentzündung 50 g getrocknetes Kraut in einem Liter Wasser 15 Minuten lang ziehen lassen, abkühlen lassen und ins Badewasser geben. Das wirkt entzündungshemmend und beruhigend bei vaginalen Beschwerden.
Wundumschläge Ein abgekühlter Tee aus Frauenmantel eignet sich hervorragend als Umschlag bei kleinen Verletzungen oder gereizter Haut.
Die Pflanze im Garten
Neben seiner medizinischen Anwendung ist Frauenmantel auch eine tolle Bereicherung für jeden Garten. Die Pflanze wächst am besten an halbschattigen, humosen Standorten und bevorzugt lockere Böden. Sie ist pflegeleicht und winterhart, was sie zu einer idealen Pflanze für Anfänger im Gartenbau macht. Zudem eignet sich der Frauenmantel dank seines dichten Wuchses hervorragend als Bodendecker. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert ein kräftiges Wachstum und möglicherweise eine zweite Blüte im Herbst. Auch im Zusammenspiel mit anderen Heilpflanzen macht er sich gut – zum Beispiel in Kräutergärten oder in einer Heilpflanzenhecke.
Fazit
Frauenmantel ist eine bescheidene Pflanze, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken mag, doch bei genauerer Betrachtung offenbart sie eine beeindruckende Liste an heilenden Eigenschaften. Mit seiner sanften Wirkung auf den Körper, insbesondere auf das weibliche Wohlbefinden, ist er ein wertvoller Begleiter bei vielen Beschwerden. Zudem ist er eine Bereicherung für jeden Garten und ein wahres Schmuckstück in der Naturheilkunde. Frauenmantel ist wirklich eine stille Heldin der Natur, die in keinem Haushalt oder Garten fehlen sollte.
Fotos, Martina Coldewey
Text: Martina Coldewey, mit teilweiser Unterstützung durch KI – ChatGPT (OpenAI), damit ich immer die gleiche Struktur im Inhalt habe
Die Cichorie, auch als Gemeine Wegwarte bekannt, gehört zu den faszinierenden Wildpflanzen Mitteleuropas. Ihre leuchtend blauen Blüten und ihre Bitterstoffe machen sie zu einer bedeutenden Heilpflanze, die schon seit der Antike geschätzt wird.
Herkunft und Standort
Die Cichorie stammt ursprünglich aus Europa, Westasien und Nordafrika. Heute ist sie nahezu weltweit verbreitet – sie wächst bevorzugt an Wegrändern, Böschungen, auf Wiesen und Brachflächen. Besonders wohl fühlt sie sich an sonnigen, trockenen Standorten mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden. Sie ist ein typischer „Zeiger“ für nährstoffreiche Böden und ein echter Überlebenskünstler – ihre lange Pfahlwurzel reicht tief ins Erdreich und macht sie extrem trockenheitsresistent.
Botanisches Porträt
Botanischer Name:Cichorium intybus
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchsform: Mehrjährige krautige Pflanze, bis 1,20 m hoch
Blütezeit: Juli bis Oktober
Blütenfarbe: Hell- bis himmelblau, selten rosa oder weiß
Wurzel: Pfahlwurzel – Basis für Chicorée und Zichorienkaffee
Die Blüten öffnen sich nur bei Sonnenschein am Vormittag – ein poetisches Merkmal, das der Pflanze auch zu mystischer Bedeutung verhalf.
Inhaltsstoffe
Die Heilkraft der Cichorie beruht vor allem auf ihren Bitterstoffen. Diese fördern Verdauung und Leberfunktion.
Wichtige Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe (z. B. Lactucin, Lactucopikrin)
Inulin (besonders in der Wurzel – präbiotisch)
Kaffeesäure-Derivate
Flavonoide
Gerbstoffe
Vitaminen und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Vitamin C)
Heilwirkung und traditionelle Anwendungen
In der Volksheilkunde galt die Cichorie als Reinigungs- und Lebenskraut. Ihre Hauptwirkung liegt im Verdauungssystem, doch auch Haut, Stoffwechsel und Leber profitieren von ihrer Anwendung.
Traditionelle Einsatzgebiete:
Appetitanregung
Leber- und Gallenbeschwerden
Magen-Darm-Störungen
Stoffwechselanregung (bei Gicht, Rheuma)
Hautprobleme (äußerlich als Waschung oder Salbe)
Auch Hildegard von Bingen kannte die Cichorie als kühlende, entgiftende Pflanze.
Ernte und Verarbeitung
Blätter: Frühjahr bis Frühsommer, jung und zart, roh als Salat oder gekocht als Gemüse
Blüten: Blütezeit (Juli–September), frisch für Tees oder zur Dekoration
Wurzel: Herbst (Oktober/November), waschen, klein schneiden, trocknen oder rösten (z. B. für Zichorienkaffee)
Tipp: Beim Trocknen der Wurzeln auf eine schonende Trocknung bei ca. 40 °C achten, damit die Wirkstoffe erhalten bleiben.
Verwechslungsgefahr
Die Wegwarte kann mit anderen Korbblütlern verwechselt werden, etwa mit:
Löwenzahn (Taraxacum officinale) – ähnlicher Milchsaft, aber gelbe Blüten
Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) – auch mit Pfahlwurzel, aber zarter und gelbblühend
Die himmelblauen Blüten der Cichorie sind allerdings recht markant. Wichtig ist dennoch eine sichere Bestimmung, bevor man sie verwendet.
Anwendung in der Heilkunde – Rezepte
Tee bei Verdauungsbeschwerden:
Zutaten: 1 TL getrocknete Wegwartenwurzel 250 ml kochendes Wasser Zubereitung: Überbrühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Anwendung: 2–3 Tassen täglich vor den Mahlzeiten.
Frühlings-Smoothie mit Cichorienblättern:
1 Handvoll junger Wegwartenblätter
1 Apfel
½ Zitrone
1 TL Honig
250 ml Wasser Zubereitung: Alles mixen – unterstützt Leber und Galle.
Zichorienkaffee (Kaffeeersatz):
Getrocknete Wurzelstücke rösten, mahlen, mit heißem Wasser aufbrühen. Enthält kein Koffein, wirkt aber anregend und magenfreundlich.
Die Pflanze im Garten
Die Wegwarte ist nicht nur Heil-, sondern auch Zier- und Bienenpflanze. Im Garten gedeiht sie an sonnigen, trockenen Standorten und braucht wenig Pflege. Einmal etabliert, sät sie sich oft selbst aus. Sie kann auch als Gründüngung oder Bodenverbesserer dienen. Die tiefreichende Wurzel lockert den Boden, und ihre Blüten bieten Insekten reichlich Nektar.
Fazit
Die Cichorie ist ein echtes Multitalent: schön, nützlich, heilkräftig – und dabei erstaunlich anspruchslos. Als Heilkraut verdient sie es, wieder stärker in unser Bewusstsein zu rücken. Ob im Wildkräutersalat, als Tee oder im Gartenbeet – die Wegwarte ist eine treue Begleiterin für Gesundheit, Naturverbundenheit und Selbstversorgung.
Fotos, Martina Coldewey
Text: Martina Coldewey, mit teilweiser Unterstützung durch KI – ChatGPT (OpenAI), damit ich immer die gleiche Struktur im Inhalt habe
Artemisia annua, auch bekannt als Einjähriger Beifuß, ist eine außergewöhnliche Heilpflanze mit langer Tradition und aktueller medizinischer Relevanz. In den letzten Jahren wurde sie durch ihre antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften zunehmend bekannt – nicht zuletzt im Zusammenhang mit Malaria und viralen Infekten. Doch ihre Geschichte reicht viel weiter zurück.
In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über Herkunft, Inhaltsstoffe, Heilkraft und Anwendungsmöglichkeiten dieser spannenden Pflanze.
Botanisches Porträt
Lateinischer Name:Artemisia annua
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchsform: Einjährige krautige Pflanze, 1–2 Meter hoch
Aussehen: Hellgrün, stark gefiedertes Laub mit typischem aromatischen Duft. Kleine, unscheinbare gelbliche Blüten in lockeren Rispen.
Artemisia annua unterscheidet sich durch ihr filigranes Laub deutlich vom mehrjährigen Gewöhnlichen Beifuß (Artemisia vulgaris
Herkunft und Standort
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Asien, vor allem aus China. Dort wird sie seit über 2000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet. Heute ist sie weltweit verbreitet, vor allem in:
tropischen und subtropischen Regionen
zunehmend auch in Europa als Kulturpflanze
Standortbedingungen:
liebt sonnige, warme Lagen
nährstoffreiche, gut durchlässige Böden
mäßig feucht, aber keine Staunässe
Inhaltsstoffe
Artemisia annua ist ein wahres Kraftpaket an sekundären Pflanzenstoffen:
Artemisinin – wichtigste Verbindung mit starker antiparasitärer und antiviraler Wirkung
Flavonoide (z. B. Quercetin) – antioxidativ und entzündungshemmend
Ätherische Öle – antimikrobiell und immunstimulierend
Unterstützend bei Tumorerkrankungen (in Forschung)
Hinweis: In vielen Ländern ist Artemisinin als Arzneimittel eingestuft – die Selbstmedikation sollte immer achtsam angewendet werden!
Auch auf eine evtl. Korbblütler-Allergie sollte geachtet werden, da auch Kreuzreaktionen möglich sein könnten.
Ich habe zwar bisher nur Reaktionen bei einer Beifuß-Pollenallergie erlebt und die auch nur bei blühenden Artemisia annua Pflanzen, sonst sind mir persönlich noch keine negativen Reaktionen bekannt geworden ,
Ernte und Verarbeitung
Erntezeit: kurz vor der Blüte, je nach Klima Juni bis August. Mit der Blüte steigt das Allergierisiko, da Korbblütler!
Geerntet werden: Blätter und blühende Triebspitzen
Trocknung: möglichst schonend, im Schatten bei Luftzirkulation
Lagerung: luftdicht, dunkel, kühl – die Wirkstoffe sind lichtempfindlich.
Samen: wer im nächsten Jahr wieder Pflanzen haben will, sollte für den Zweck einige blühende Zweige Samen bilden lassen und diese dann vorsichtig ernten.
Die Qualität der Ernte hängt stark von Sorte, Klima und Erntezeitpunkt ab. Für medizinische Zwecke ist der Artemisingehalt entscheidend.
Verwechslungsgefahr
Artemisia annua kann leicht mit anderen Beifußarten verwechselt werden, z. B.:
Artemisia vulgaris (Gewöhnlicher Beifuß)
Artemisia absinthium (Wermut)
Unterscheidungsmerkmale:
Artemisia annua hat einen besonders frischen, fast zitronigen Geruch
sehr feingliedriges, filigranes Laub
wächst einjährig (andere Arten sind mehrjährig)
Anwendung in der Heilkunde – Rezepte
Hier einige beliebte und bewährte Anwendungsformen:
1. Artemisia-Tee (zur Immunstärkung & bei Erkältungen)
Zutaten:
1 TL getrocknetes Kraut
250 ml heißes (nicht kochendes!) Wasser
Zubereitung: Mit heißem Wasser übergießen, 5–10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Anwendung: 1–2 Tassen täglich über max. 7–14 Tage. Kurweise, nicht dauerhaft!
2. Artemisia-Tinktur (hoch konzentriert)
1. Artemisia annua Tinktur (mit Alkohol)
Ideal zur innerlichen oder äußerlichen Anwendung bei Infekten, Verdauungsbeschwerden, zur Immunstärkung oder als Begleitmittel bei viralen Belastungen.
Zutaten:
10–20 g getrocknetes Artemisia-annua-Kraut (oder 30 g frisches)
100 ml Alkohol (z. B. Doppelkorn, Wodka oder Ansatzalkohol, 40–70 %)
Dunkles Schraubglas
Filter (Teesieb, Mulltuch o. ä.)
Braune Tropfflasche zur Aufbewahrung
Zubereitung:
Kraut grob zerkleinern und in das Schraubglas geben.
Mit Alkohol übergießen, bis das Kraut gut bedeckt ist.
2–3 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen, täglich schütteln.
Danach abseihen und in eine Tropfflasche füllen.
Anwendung:
Innerlich: 10–20 Tropfen in Wasser, 2–3× täglich (kurweise, 1–2 Wochen)
Äußerlich: Zur Wunddesinfektion, als Umschlag oder bei Insektenstichen
Nicht in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Alkoholunverträglichkeit verwenden
3. Artemisia annua Ölmazerat (Ölauszug)
Ideal für empfindliche Haut, Kinder oder zur äußerlichen Anwendung, z. B. bei Insektenstichen, Hautreizungen oder zur sanften Immununterstützung.
Zutaten:
20 g getrocknete Blätter/Blüten
200 ml hochwertiges Pflanzenöl (z. B. Oliven-, Jojoba-, Mandelöl)
Schraubglas
Mulltuch und Flasche zur Aufbewahrung
Zubereitung (Warme Methode):
Kraut ins Glas geben, mit Öl übergießen.
Glas 2–3 Wochen an einem sonnigen Fenster ziehen lassen.
Alternativ im Wasserbad (max. 40–50 °C) für 1–2 Stunden sanft erwärmen.
Danach filtern und in dunkle Flasche füllen.
Anwendung:
Zur Massage bei Erkältung (Brust, Rücken, Füße)
Als Pflegeöl bei gereizter Haut oder leichten Entzündungen
Auch als Haaröl bei juckender Kopfhaut
Tipp: Wer mag, kann zusätzlich antivirale Öle wie Thymian, Lavendel oder Teebaumöl hinzufügen (max. 1–2 %).
4. Äußere Anwendung bei Hautproblemen
Ein Absud kann als Waschung oder Umschlag bei entzündlicher Haut, Insektenstichen oder Pilzbefall genutzt werden. Auch kann einfach ein Blatt auf der Haut zerrieben werden nach Insektenstichen.
5. Einzelne Blätter der Pflanze direkt vom Strauch naschen
Ich liebe es ja beim Gang durch den Garten, immer mal wieder 1 Blatt vom einer meiner Artemisiapflanzen abzuzupfen und direkt zu zerkauen. Ist schon sehr bitter, hat aber auch einen ganz typischen Geschmack und tut einfach dem ganzen Körper gut. Auch ein Streicheln über die Pflanze ist immer wieder schön, der spezielle Duft der Artemisia hat etwas einhüllendes und Schützendes.
Wer auf Beifuß-Pollen allergisch reagiert, sollte mir Beginn der Blüte, wenn statt der typischen gefiederten Blätter, wie hier unten abgebildet, luftigere Gebilde wie kleine Punkte mit erscheinen, vorsichtig sein und die Pflanze dann rechtzeitig zurückschneiden, damit sie nicht in Blüte geht oder sie dann, wenn sich schon Blühansätze hat meiden.
Blätter der Artemisia annua Pflanze
6. Herstellung eines DMSO-Auszugs mit Artemisia
Zutaten:
Hochwertiges, reines DMSO (mind. 99,9 % Reinheit)
Getrocknetes Artemisia annua-Kraut (z. B. Blätter und Blüten)
Dunkles Schraubglas aus Glas (kein Metall!)
Pipettenflasche zur Aufbewahrung
Zubereitung:
Das getrocknete Kraut leicht zerkleinern.
In ein Braunglas geben (z. B. 10 g Kraut auf 100 ml DMSO).
An einem dunklen, kühlen Ort 1–2 Wochen ziehen lassen, täglich schütteln.
Danach durch ein sehr feines Sieb oder Kaffeefilter abfiltern.
In dunkler Pipettenflasche aufbewahren.
Lagerung: Kühl, dunkel, fest verschlossen.
Risiken und wichtige Hinweise
DMSO transportiert alles durch die Haut, auch Verunreinigungen, Pestizide oder Keime – daher nur absolut reines Pflanzenmaterial verwenden.
Nach den Auftrag von DMSO und DMSO Auszügen die behandelte Haut für 20 bis 25 min nicht mit Stoff oder anderem bedecken, da auch das durch DMSO in die Haut transportiert werden kann.
Ein DMSO-Auszug aus Artemisia annua kann sehr wirksam sein, insbesondere zur topischen (äußerlichen) Anwendung.
Nicht auf offene Wunden oder Schleimhäute auftragen.
Nicht mit Metallen in Berührung bringen – reagiert chemisch.
Geruchsbelastung: DMSO hat einen schwefelartigen Geruch (ähnlich Knoblauch), der vom Körper ausgeschieden wird.
In Deutschland ist DMSO kein Arzneimittel, sondern ein Lösungsmittel – keine Zulassung zur innerlichen Anwendung. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung
Was ist DMSO?
DMSO (Dimethylsulfoxid) ist ein stark polares Lösungsmittel, das in der Lage ist, viele organische und anorganische Substanzen zu lösen – darunter auch Artemisinin und andere Wirkstoffe aus Artemisia annua.
Besonderheit: DMSO durchdringt sehr schnell die Haut und Zellmembranen und kann gelöste Stoffe direkt ins Gewebe transportieren. Genau darin liegt sowohl die Chance als auch das Risiko
Wo kann ich Artemisa beziehen:
Wenn du Artemisia Produkte in hochwertiger Qualität kaufen möchtest, sind hier Möglichkeiten
Artemisia annua lässt sich relativ leicht selbst anbauen – auch im mitteleuropäischen Klima!
Aussaat & Pflege, für mich am besten im Topf, dann gibt es keine Vermischung mit anderen Beifussarten:
ab März in Vorkultur im Haus oder ab Mai direkt im Topf
liebt volle Sonne und lockere Erde
mäßig gießen, Staunässe vermeiden
bis zu 2 m hoch – gute Nachbarn: Ringelblume, Sonnenhut, Ysop
Fazit
Artemisia annua ist eine faszinierende Heilpflanze mit großer Vergangenheit – und einer vielversprechenden Zukunft. Ihre vielseitige Wirkung, insbesondere auf das Immunsystem und gegen Infektionen, macht sie zu einem spannenden pflanzlichen Verbündeten in der Hausapotheke. Doch bei aller Kraft: Ihr Einsatz sollte wohlüberlegt und fachlich begleitet erfolgen – vor allem bei Eigenanwendung.
Fotos, Martina Coldewey
Text: Martina Coldewey, mit teilweiser Unterstützung durch KI – ChatGPT (OpenAI), damit ich immer die gleiche Struktur im Inhalt habe
Die Königskerze (Gattung Verbascum) ist eine der imposantesten Wildpflanzen unserer heimischen Flora.
Mit ihren leuchtend gelben Blütenständen, die bis zu zwei Meter in den Himmel ragen, zieht sie nicht nur Blicke auf sich – sie ist auch seit Jahrhunderten ein geschätztes Heilmittel in der Volksmedizin. In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte über Herkunft, botanische Merkmale, Heilwirkung, Anwendung und Pflege im Garten.
Botanisches Porträt
Die Königskerze gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Weltweit gibt es über 300 Arten, in Europa sind vor allem folgende Arten verbreitet:
Große Königskerze (Verbascum thapsus)
Dunkle Königskerze (Verbascum nigrum)
Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsiforme)
Typisch ist der hohe, kerzenartige Blütenstand mit zahlreichen kleinen, gelben Blüten. Die Pflanze ist zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie eine Rosette aus großen, filzig behaarten Blättern, im zweiten Jahr folgt der beeindruckende Blütenschaft.
Herkunft und Standort
Die Königskerze stammt ursprünglich aus Europa und Teilen Asiens. Heute ist sie in weiten Teilen der gemäßigten Zonen verbreitet. Sie bevorzugt:
trockene, sonnige Standorte
nährstoffarme Böden
Wegränder, Böschungen, Schuttplätze und Brachflächen
Dank ihrer Anspruchslosigkeit ist sie ein echter Überlebenskünstler und oft dort zu finden, wo andere Pflanzen nicht gedeihen.
Inhaltsstoffe
Die Blüten der Königskerze sind reich an heilkräftigen Inhaltsstoffen:
Schleimstoffe – beruhigend und reizlindernd
Saponine – schleimlösend und auswurffördernd
Flavonoide – entzündungshemmend, antioxidativ
Iridoidglykoside – antimikrobiell
geringe Mengen ätherisches Öl
Heilwirkung und traditionelle Anwendungen
Die Königskerze ist ein klassisches Husten- und Schleimlösendes Mittel. Ihre Wirkstoffe machen sie besonders wertvoll bei:
Reizhusten
Bronchitis
Heiserkeit
Kehlkopfentzündung
Traditionell wurde die Pflanze auch bei Ohrenschmerzen, Hautproblemen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Die beruhigenden Schleimstoffe legen sich schützend auf die Schleimhäute und lindern Entzündungen.
Ernte und Verarbeitung
Blüten werden zwischen Juni und August gesammelt – am besten bei trockenem Wetter.
Nach dem Trocknen sollten sie lichtgeschützt gelagert werden.
Wichtig:
Nur die gelben Blüten pflücken, ohne Stängel oder andere Pflanzenteile.
Vorsichtig trocknen, da sie sehr druckempfindlich sind.
Gut verschlossen in dunklen Gläsern oder Papiertüten aufbewahren.
die verblühten Blütenstände ergeben auch imposante Fackeln die aufgrund der ätherischen Öle auch gut brenne und früher auch als Schutzräucherung verwendet wurden.
Verwechslungsgefahr
Die Königskerze ist durch ihren Wuchs und ihre weichen, wolligen Blätter gut erkennbar. Eigentlich kann sie nicht mit anderen Arten verwechselt werden, höchsten im ganz frühen Stadium z. B. mit:
Woll-Ziest oder
Flockenblumen
Daher sollte man bei der Bestimmung besonders auf den typischen Blütenstand und die filzige Behaarung der Blätter achten.
Die Königskerze im Garten
Neben ihrer Heilwirkung ist die Königskerze ein echter Blickfang. Im naturnahen Garten erfreut sie nicht nur das Auge, sondern auch Insekten:
Bietet Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge
Ideal für sonnige, trockene Gartenbereiche
Bildet sich oft durch Selbstaussaat – einmal gepflanzt, kommt sie gern wieder, oft auch an Standorten, wo man sie nicht erwarten würde.
Tipp: Wenn du verblühte Pflanzen stehen lässt, kannst du im nächsten Jahr mit neuen Königskerzen rechnen, wenn du das nicht möchtest, rechtzeitig nach der Blüte abschneiden und darauf achten, dass du die Blütenstände nicht schüttelst.
Anwendung in der Heilkunde – Rezepte
Hier einige einfache Hausmittel mit Königskerzenblüten:
1. Königskerzen-Tee bei Husten
Zutaten:
1 TL getrocknete Königskerzenblüten
250 ml heißes Wasser
Zubereitung: Blüten mit heißem Wasser übergießen, 3-10 Minuten ziehen lassen, nach Geschmack, abseihen (evtl. durch ein feines Tuch gießen wegen der Härchen der Blüten! ). Anwendung: 2–3 Tassen täglich, wirkt schleimlösend und reizlindernd.
2. Königskerzenöl bei Ohrenschmerzen
Zutaten:
Frische trockene Blüten
Hochwertiges Olivenöl
Zubereitung: Trockene Blüten (wichtig, weil wenn sie noch feucht sind, schimmelt das Öl schnell) in ein Schraubglas geben, mit Öl übergießen, 2–3 Wochen an einem sonnigen Ort ziehen lassen. Darauf achten das alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Anwendung: 1–2 Tropfen leicht erwärmtes Öl ins schmerzende Ohr geben (nur bei intaktem Trommelfell!).
3. Heilbäder oder Umschläge bei Hautproblemen
Ein Aufguss aus Blüten kann auch äußerlich verwendet werden – etwa bei Ekzemen oder kleinen Wunden.
Königskerzenblüten
Wer selber keinen Garten hat und nicht in der Natur sammeln mag oder kann, Königskerzenblüten gibt es auch bei verschiedenen Adressen zu kaufen. Ich habe schon viele Kräuter hier bestellt.: https://www.seit1887.de/Kraeuter/Koenigskerzen-Bluete.html
Fazit
Die Königskerze vereint Schönheit, Robustheit und Heilkraft. Als Heilpflanze ist sie besonders bei Atemwegserkrankungen beliebt, doch auch äußerlich entfaltet sie ihre Wirkung. Ob als Tee, Öl oder Gartenpflanze – sie verdient ihren königlichen Ruf zu Recht. Wer sie einmal in seinem Garten oder Apothekenschrank hatte, möchte sie nicht mehr missen.
Der Heilziest, auch bekannt als Betonie oder Echte Betonie (Stachys officinalis), ist eine der ältesten europäischen Heilpflanzen. Im Mittelalter galt sie als universelle Schutz- und Heilpflanze – „mehr wert als Gold“, wie es damals hieß. Heute fristet sie ein Schattendasein, dabei hat sie viel zu bieten: sanfte Wirkung auf Nerven, Verdauung und Atemwege, kombiniert mit einem charmanten Erscheinungsbild im Garten.
Herkunft und Standort
Heilziest ist in Europa heimisch und wächst bevorzugt auf lichten Wiesen, Waldrändern und in Heiden. Er liebt sonnige bis halbschattige Plätze, mit leicht sauren bis neutralen Böden. In naturnahen Gärten oder Kräutergärten lässt er sich leicht kultivieren – besonders beliebt ist er in Kloster- und Apothekergärten.
Botanisches Porträt
Heilziest gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Pflanze ist mehrjährig, wächst krautig und wird 30–70 cm hoch. Auffällig sind:
Zackig-gezähnte, lanzettliche Blätter
Aufrechte, kerzenförmige Blütenstände mit purpurfarbenen Lippenblüten (Blütezeit: Juni bis September)
Aromatischer, leicht würziger Duft, vor allem beim Zerreiben der Blätter
Inhaltsstoffe
Die medizinisch verwendeten Teile sind die Blätter und Blüten, selten auch die Wurzel. Sie enthalten:
Gerbstoffe: entzündungshemmend, zusammenziehend
Bitterstoffe: anregend für Verdauung und Galle
Flavonoide: antioxidativ und gefäßstärkend
Iridoide (z. B. Aucubin): antibakteriell und leberunterstützend
Ätherisches Öl
Heilwirkung und traditionelle Anwendungen
In der Volksmedizin wurde Heilziest sehr breit eingesetzt – von Magenleiden über Nervosität bis zu Zahnschmerzen. Die moderne Pflanzenheilkunde nutzt ihn vor allem bei:
Anwendungsgebiete:
Nervöse Unruhe, Schlafstörungen
Kopfschmerzen, Migräne
Magen-Darm-Beschwerden, Reizdarm
Leber- und Gallenbeschwerden
Husten und Heiserkeit
Leichte Depressionen
Wundheilung (äußerlich bei schlecht heilenden Wunden)
Zubereitungsformen:
Tee: sanft beruhigend, magenstärkend
Tinktur: stärker konzentriert, nervenstärkend
Wundumschläge: mit Aufguss oder frischen Blättern
Bäder: entspannend bei Nervosität oder Hautproblemen
Besonders in der traditionellen Klostermedizin wurde Heilziest bei „schwachem Nervenkostüm“ oder als Schutzpflanze gegen „dunkle Einflüsse“ genutzt.
Ernte und Verarbeitung
Die beste Erntezeit ist zur Blüte (Juni bis August). Geerntet werden die oberirdischen Pflanzenteile:
An einem sonnigen Vormittag nach dem Trocknen des Morgentaus schneiden
In kleinen Bündeln luftig im Schatten trocknen
Luftdicht und lichtgeschützt lagern
Die getrocknete Pflanze hält etwa ein Jahr, bevor die Wirkstoffe nachlassen.
Für ein beruhigendes Bad sind sie auch noch länger nutzbar.
Verwechslungsgefahr
Heilziest ist relativ markant, kann aber gelegentlich mit anderen Lippenblütlern verwechselt werden, z. B.:
Wiesenziest (Stachys palustris) – ähnliches Aussehen, aber weniger bitter und weniger wirksam
Taubnessel – ähnliche Blütenform, jedoch weich behaart
Buntnessel – Zierpflanze, nicht giftig, aber medizinisch nicht sonderlich wirksam
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verwendet Pflanzen aus dem eigenen Anbau oder kauft getrockneten Heilziest aus geprüfter Quelle.
Unterschied von Heilziest und Wollziest ,(links der Wollziest, weich und flauschig, grauere Blätter), (rechts der Heilziest, dunkle, grüne Blätter) beides beliebte Gartenpflanzen
Heilziest im Garten
Heilziest ist eine dankbare Pflanze im naturnahen Garten:
Blüht über mehrere Wochen und ist besonders bei Wildbienen und Hummeln beliebt
1–2 TL getrocknetes Kraut mit 250 ml heißem Wasser übergießen
6-10 Minuten abgedeckt ziehen lassen
2–3 Tassen täglich, am besten zwischen den Mahlzeiten
Heilziest-Tinktur (für Nerven & Leber)
Zutaten:
50 g getrocknete Heilziestblätter
250 ml hochprozentigen Korn oder sonstigen 40% Alkohol
Zubereitung:
Kräuter in ein Schraubglas geben, mit Alkohol übergießen
3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen, täglich schütteln
Abseihen und in braune oder blaue Tropfflaschen füllen
Anwendung: 3× täglich 5–15 Tropfen in Wasser nehmen,
(Vorsicht wegen des Alkohols, nicht in der Schwangerschaft oder bei Kindern)
Heilziest-Kräuterkissen – zur Beruhigung und für besseren Schlaf
Ein Kräuterkissen mit Heilziest wirkt ausgleichend auf das Nervensystem, kann Kopfschmerzen lindern und fördert entspannten Schlaf. Es eignet sich auch als Meditations- oder Aromakissen.
Du brauchst:
2–3 EL getrocknete Heilziestblätter und -blüten
Optional: Lavendelblüten, Hopfenzapfen oder Melissenblätter (jeweils 1–2 EL)
Ein kleines Baumwoll- oder Leinenkissen (ca. 10×15 cm) oder ein selbst genähtes Säckchen
So geht’s:
Kräuter gut mischen und in das Kissen füllen (nicht zu prall).
Kissen gut verschließen (zunähen oder mit Band zubinden).
Vor dem Schlafen neben das Kopfkissen legen oder unter das Kopfteil schieben.
Tipp:
Zum Auffrischen einfach nach ein paar Wochen durchkneten oder neue Kräuter einfüllen. Für die stärkste Wirkung nach ca. 3 Monaten austauschen.
Beruhigendes Heilziest-Kräuterbad – für Körper und Seele
Ein Kräuterbad mit Heilziest entspannt, beruhigt die Haut und klärt den Geist. Besonders hilfreich bei innerer Unruhe, nervöser Anspannung oder nach einem langen Tag.
Zutaten für 1 Vollbad:
3–4 EL getrocknete Heilziestblätter und -blüten
Optional: 2 EL Lavendel, 1 EL Haferstroh oder Rosenblüten dazu
1 Liter Wasser
Baumwollsäckchen oder sauberes Mulltuch
Zubereitung:
Kräuter in 1 Liter Wasser aufkochen, 10–15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Durch ein Sieb abseihen oder direkt im Stoffbeutel belassen.
Den Kräutersud (oder Beutel) dem Badewasser zugeben.
Badedauer: bis 20 Minuten, bei bis zu 37 °C Wassertemperatur.
Heilziest-Salbe – beruhigend & heilungsfördernd
Zutaten (für ca. 100 ml):
20 g getrocknete Heilziestblätter (oder 30 g frische, grob zerkleinert)
100 ml hochwertiges Pflanzenöl (z. B. Olivenöl, Jojobaöl oder Mandelöl)
10 g Bienenwachs (oder pflanzliches Wachs für vegane Variante)
Heilziest und Öl in ein hitzefestes Glas oder kleines Schraubglas geben.
Im Wasserbad bei niedriger Temperatur (max. 40–50 °C) 1–2 Stunden ausziehen lassen.
Öfter umrühren. Danach durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen.
Variante 2 – langsam (Kaltauszug):
Heilziest mit Öl in ein Glas füllen.
2–3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, täglich schütteln.
Anschließend abseihen.
Hinweis: Frisches Kraut muss vor der Verarbeitung gut abtrocknen, sonst kann es schimmeln.
2. Salbe anrühren:
Das fertige Heilziestöl zusammen mit dem Bienenwachs im Wasserbad schmelzen.
Wenn alles geschmolzen ist, optional Lavendelöl zugeben.
Die noch flüssige Salbe in saubere, ausgekochte Glastiegel füllen.
Beim Abkühlen gelegentlich umrühren, damit sich das Wachs gut verteilt.
Anwendung:
Mehrmals täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen
Kühl, aber nicht im Kühlschrank lagern (z. B. im Badezimmerschrank)
Haltbarkeit: ca. 6 Monate – bei sauberer Entnahme (Spatel) auch länger
Tipp:
Du kannst die Salbe auch zu einer „Abendcreme für sensible Haut“ abwandeln – einfach statt Lavendel z. B. ätherisches Rosenöl oder Kamille verwenden. Heilziest ist besonders gut verträglich und kann die Hautbarriere stärken.
Betonien oder Heilziestkraut gibt es z. B auch bei
Der Heilziest ist eine zarte, aber kraftvolle Heilpflanze, die es verdient, wieder mehr Beachtung zu finden. Ob als nervenstärkender Tee, verdauungsfördernde Tinktur oder Wundmittel: Seine Wirkung ist sanft und tiefgreifend – ideal für die Hausapotheke und jeden Kräutergarten. In einer Zeit, in der viele Menschen unter Stress, Magenproblemen und Schlafstörungen leiden, könnte diese alte Klosterpflanze eine stille Rückkehr feiern.
Fotos, Martina Coldewey
Text: Martina Coldewey, mit teilweiser Unterstützung durch KI – ChatGPT (OpenAI), damit ich immer die gleiche Struktur im Inhalt habe
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